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Bei Kommunikation geht es nicht nur darum, was man sagt, sondern zu 50 % um das Sprechen und zu 50 % um das Zuhören. Wobei man mehr Literatur und Trainingsangebote zum Thema „Sprechen“ als zum Thema „Zuhören“ findet.

Deep Listening – mehr als nur Hören

Einer, der sich ganz dem Thema „Deep Listening“ verschrieben hat, ist der Australier Oscar Trimboli. Er setzt sich leidenschaftlich dafür ein, die Gabe des Zuhörens zu nutzen, um positive Veränderungen im Miteinander zu bewirken. Durch seine Arbeit hat er aus erster Hand erfahren, welche transformative Wirkung Führungskräfte und Organisationen haben können, wenn sie über die Worte hinaus zuhören. Er ist davon überzeugt, dass die Führungsteams ihre Aufmerksamkeit und ihr Zuhören auf den Aufbau von Organisationen richten müssen, die etwas bewirken und ein starkes Vermächtnis für die Menschen schaffen, denen sie dienen – heute und, was noch wichtiger ist, für zukünftige Generationen.

Blogbeitrag Zuhören

5 Hörstufen nach Oscar Trimboli

Im Mittelpunkt von Deep Listening steht das Konzept der fünf Ebenen des Zuhörens. Diese fünf Ebenen beschreiben die Hierarchie des Zuhörens. Jede Stufe ist grundlegend und Basis für die übergeordneten Ebenen.

Zuhören als Erfolsgzutat für Nähe im Online Raum
  1. Paradoxerweise beginnt das tiefe Zuhören für andere damit, dass man zuerst sich selbst zuhört und nicht den anderen zuhört. Höre also zuerst dir selbst tief zu, bevor du anderen zuhören kannst. Verbanne eigene Gedanken und fokussiere dich auf dein Gegenüber.
  2. Die Landschaft des Inhalts erforschen – die Worte sind die häufigste Art und Weise, wie uns das Zuhören beigebracht wird, und es ist von entscheidender Bedeutung für diejenigen, die sprechen. Wir lauschen auf dieser Ebene den (Sach-)Inhalte – also dem „Was“ an Informationen. Auch braucht es in dieser Phase nicht immer eine Antwort. Wir hören also zu ohne direkt antworten zu wollen.
  3. In einer nächsten Ebene hören wir auf den Kontext des Gesagten. Nachdenkliche und provozierende Fragen können dabei helfen, dein Verständnis der Situation zu klären. Diese Fragen können auf der anderen Seite dem Gegenüber helfen, einen viel breiteren Kontext und eine breitere Denklandschaft zu erforschen.
  4. Die meisten Menschen sprechen ca. 125 Wörtern pro Minute, während unser Verstand 400 Wörter pro Minute verarbeiten kann. Der einfachste Weg, die Lücke zwischen den beiden während eines Dialogs zu schließen, besteht darin, regelmäßig den Raum oder die Lücke zwischen dem, was man sagen will, und dem, was man tatsächlich gesagt hat, zu erkunden. Überraschende und interessante Erkenntnisse verbergen sich oft hinter dem, was nicht gesagt wurde.
  5. Die letzte Ebene des Zuhörens besteht darin, sich darauf zu konzentrieren, welche Bedeutung das Gegenüber dem Gespräch beimisst. Das Zuhören auf der Bedeutungsebene hilft uns, der Diskussion einen Sinn zu geben, und eröffnet uns eine breite Palette von Perspektiven und Möglichkeiten für die Zukunft. Es hilft jeder Partei zu verstehen, was in ihrem Denken anders ist als zu Beginn des Gesprächs.

Zuhören für mehr Nähe und Vertrauen

Mit Neugierde zuzuhören ist etwas, was wir lernen können und was wir auch im Onlineraum unbedingt einsetzen sollten. Denn gerade im Onlineraum überwiegt das gesprochene oder nicht gesprochene Wort gegenüber Mimik, Gestik oder Auftreten.

Mit unterschiedlichen Haltungen zuhören

Blog Zuhören als Erfolgszutat

Haltung der Neugierde

Was höre ich sachlich, was sind Zahlen, Daten, Fakten?

Blog Zuhören als Erfolgszutat

Haltung des Mitgefühls

Was spüre ich, wenn ich zuhöre? Wie fühle ich mich, wenn ich mich die Situation meines Gegenübers hineinversetze?

Blog Zuhören als Erfolgszutat

Haltung der Couragiertheit

Wie entschlossen fühlt sich das Gesagte an? Welches Potential höre ich heraus?

Reflektierendes Zuhören – mehr als aktives Zuhören

Reflektierendes Zuhören ist eine Kommunikationsstrategie, die zwei wichtige Schritte umfasst: Versuchen, die Idee des Gegenübers zu verstehen, und dann die Idee dem Gegenüber zurückgeben, um zu bestätigen, dass die Idee richtig verstanden wurde. Es wird versucht, „das zu rekonstruieren, was das Gegenüber denkt und fühlt, und dieses Verständnis zurückzugeben“.

Blog Zuhören als Erfolgszutat - RASA Modell

Und zum Abschluss noch ein Tipp von Oscar Trimboli: „Und schließlich hilft ein dreimaliges tiefes Durchatmen vor Beginn eines Gesprächs – egal ob am Telefon oder im persönlichen Gespräch -, um sich zu zentrieren, und macht jeden aufnahmefähiger für neue Informationen.“